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Harmonisch eingefügt in das durch Steinrücken, reichblühende Bergwiesen und ausgedehnte
Wälder geprägte Landschaftsschutzgebiet
"Osterzgebirge" liegt der bekannte Erholungsort Schellerhau mit seinem
traditionsreichen Botanischen Garten. Aus einer 1906 angelegten Pflanzensammlung des
ehemaligen Königlich-Sächsischen Garteninspektors Gustav Adolf Poscharsky
hervorgegangen, betreute der Landesverein Sächsischer Heimatschutz den von ihm in den
zwanziger Jahren erworbenen und auf 3000m2 erweiterten Garten bis zu seiner
unrechtmässigen Enteignung im Jahre 1949. Nachdem der Garten in der DDR als staatliche
Einrichtung weitergeführt wurde, übernahm der seit 1990 wieder aktiv wirkende
Landesverein Sächsischer Heimatschutz 1991 erneut seine Bewirtschaftung. |
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In den achtziger Jahren wurde mit einer dringend erforderlichen Instandsetzung und der in
diesem Rahmen möglich gewordenen Neugestaltung und Erweiterung des Gartens sowie der
Errichtung eines Wirtschaftsgebäudes begonnen. Umfangreiche Bodenmodellierungsarbeiten im ehemals terassierten und in
rechteckige Beete gegliederten zentralen Gartenbereich für seine insgesamt naturnahe
Gestaltung. 1993 fanden diese Arbeiten u.a. in der Anlage verschiedener Biotope für die
Pflanzenwelt des Erzgebirges, dem Bau eines natürlich anmutenden Bachlaufes mit
eingebundenen Teichflächen sowie der Gestaltung eines neuen Eingangsbereiches ihre
Vollendung. |
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Heute präsentiert der Garten auf einer Gesamtfläche von 1,5ha ca. 1000 ausschliesslich
im Freiland kultivierte Arten. Neben der Flora des
Erzgebirges umfasst die Pflanzensammlung aber auch ausgewählte Vertreter
nordamerikanischer und asiatischer Mittel - und Hochgebirge. Im 760m hoch gelegenen
Schellerhauer Botanischen Garten findet diese reizvolle Gebirgsflora dank der niedrigen
Jahresdurchschnittstemperatur von 5°C sowie der relativ sicheren, langanhaltenden
Schneebedeckung und der ihren natürlichen Lebensverhältnissen entsprechenden, gegenüber
dem Elbtal etwa 2 Monate kürzeren Vegetationszeit gute Lebensbedingungen vor. |
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Die Quartiere der europäischen Hochgebirgsflora beinhalten typische Arten der alpinen
Rasen, Fels - und Schuttfluren, der subalpinen Zwergstrauchheiden, Hochstaudenfluren sowie
der Latschenkiefern - und Grünerlengebüsche. Entsprechend der unterschiedlichen
Standortansprüche dieser Pflanze gliedert sich dieser Teil des Gartens in Kalk - und
Urgesteinsbereiche. Mit ihrem attraktiven Blütenschmuck lenken alljährlich eine Vielzahl
von Alpenrosen, verschiedenen alpinen Enzianen, Primeln, Glockenblumen, Nelken,
Steinbrech - und Hahnenfussarten die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Aber auch weniger auffällige Arten wie die zierlichen Alpentroddelblumen,
das Moosglöckchen und die alpinen Zwergweiden verdienen beachtet zu werden. In diesen
farbenfrohen Teppich alpiner Pflanzen setzt der bis zu 1,50m hohe Gelbe Enzian, aus dessen
Wurzeln der bekannte Enzian - Bitter gewonnen wird, zusammen mit dem ebenso stattlichen
Grünen Germer markante vertikale Akzente. |
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Dem Schutz gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Arten des
Osterzgebirgsraumes fühlt sich der Botanische Garten Schellerhau in
besonderem Masse verpflichtet. Mit Erhaltungskulturen und der Betreuung
geschützter Pflanzen am Naturstandort ist er in das Artenschutzprogramm
des Freistaates Sachsen integriert. Naturnah angelegte Biotope bringen
im Garten die Vielfalt der heimischen Flora als auch die
pflanzensoziologischen Bindungen der jeweiligen Arten zum Ausdruck. Ein
Moorbiotop, eine durch frühere landwirtschaftliche Nutzung gewachsene
Steinrücke, der Fichten - als auch Bergmischwaldbereich, Borstgrasrasen
und Bärwurzwiese zählen dazu. Stellvertretend für viele geschützte
Pflanzen, die in den Biotopen des Gartens gedeihen, sollen Feuerlilie,
Türkenbund, Trollblume, Frauenschuh, Breitblättriges und Geflecktes
Knabenkraut, Arnika, Fettkraut sowie die verschiedenen Bärlapp-Arten
genannt werden. |
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Die Quartiere mit ausgewählten Pflanzenarten der Gebirge Asiens, Nordamerikas sowie des
Kaukasus bereichern mit ihren bis in den Herbst hinein anhaltenden Blütenflor die
Pflanzensammlung des Gartens. In diesen Bereichen
dominieren neben einer Vielzahl blühfreudiger Stauden und interessanten Gehölzen die
zahlreichen immergrünen als auch laubabwerfenden Rhododendron - Arten. Während die
Hauptblütezeit der alpinen als auch heimischen Flora im Botanischen Garten etwa von Mitte
Mai bis Anfang August währt, erhalten viele Arten der aussereuropäischen Gebirgsflora,
wie beispielsweise die grazilen Chinesischen Schmuck-Enziane erst im Spätsommer oder
Herbst ihre Blüten. |
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Text: Michael Barthel, Schellerhau |
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Anschrift: |
Öffnungszeiten: |
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Hauptstrasse 41a
01773 Altenberg OT Schellerhau
Tel.: 035052/67938 |
witterungsabhängig; in der Regel von
Ostern bis Ende Oktober
täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr |
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Seit Januar 2001 betreut und bewirtschaftet der Förderverein für die
Natur des Osterzgebirges e.V. den botanischen Garten. Da trotz
fachbezogener Förderung und Unterstützung durch den Freistaat Sachsen,
das Landratsamt des Weisseritzkreises, die Stadt Altenberg, den
Landesverein Sächsischer Heimatschutz und den Botanischen Garten der TU
Dresden Erhalt und weiterer Ausbau des Gartens nicht abgesichert sind,
wird um finanzielle Unterstützung gebeten. Spenden können unter dem
Stichwort "Botanischer Garten Schellerhau" auf das folgende Konto
überwiesen werden: |
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Förderverein für die Natur des Osterzgebirges e.V.
Sparkasse Freital-Pirna, Kto-Nr. 30 30 00 33 28
BLZ 850 503 00 |
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